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Németország – Mérnöki tervezési szolgáltatások – Schöpfwerk Niendorf - Ersatzneubau

NLWKN Betriebsstelle LüneburgSaksamaaAvaldatud 02. sept 2026
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Kirjeldus

Der NLWKN möchte die Planungsleistungen für den Ersatzneubau des Schöpfwerks Niendorf (Amt Neuhaus) mit den Losen 1 "Umweltplanung" und 2 "Ingenieurbauwerk" vergeben. Nähere Informationen entnehmen sie bitte den beiliegenden Bewerbungsbedingungen mit Anlagen sowie der Leistungsbeschreibung. Das Vergabeverfahren wird als "Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb" nach § 17 Vergabeverordnung (VgV) durchgeführt. Über das Vergabeportal des Landes Niedersachsen können Sie sich nun im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs um die Teilnahme am Verhandlungsverfahren bewerben. Füllen Sie hierfür bitte die unter dem Reiter "Teilnehmerunterlagen" hochgeladenen Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb aus und laden Sie die geforderten Unterlagen im Vergabeportal hoch. Eine Auflistung der vorzulegenden Bewerbungsunterlagen finden sie in Anlage 2 Bewerbungsbogen unter der Nummer 1.3. Das Schöpfwerk Niendorf wurde in den 1960ern in der DDR errichtet und entwässert das Einzugsgebiet der Krainke mit etwa 12.240 ha. Es schützt dadurch Siedlungsgebiete und landwirtschaftliche Flächen bei Elbehochwasser und Rückstau in die Sude oder bei Eigenhochwasser der Sude. Der am Schöpfwerk angeschlossene rechte Krainkedeich wurde im Jahr 2014 auf die Höhe des neuen Bemessungshochwassers angepasst. Die Sanierung und höhenmäßige Anpassung des linken Krainkedeiches erfolgte im Jahr 2016. Eine Anpassung an die neuen Bemessungswasserstände ist im Bereich des Schöpfwerkes noch nicht erfolgt, so dass Minderhöhen von 30 cm vorhanden sind. Sechs installierte Propellerpumpen verfügen über eine Gesamtleistung von etwa 11,7 m³/s, die Pumpen stammen aus der Zeit des Baues von 1963 und befinden sich Teils in schlechtem Zustand, zwei Pumpen wurden 2005 und 2006 erneuert. Eine Rechenreinigungsanlage ist nicht vorhanden. Daneben verfügt das Schöpfwerk über 4 Freiflutkanäle, die der regulären Entwässerung außerhalb der Hochwasserzeiten dienen, wobei diese nicht den Anforderungen an die Durchgängigkeit nach WRRL genügen. Im Jahre 2016 wurde eine Bedarfsplanung erstellt, mit dem Ergebnis eine Grundinstandsetzung vorzunehmen. Für die Planung der Grundinstandsetzung wurden seit 2021 Ingenieurplanungen der Leistungsphasen 1 bis 3 und Teilen von 4 erbracht. Im Rahmen der Planungen wurden verschiedene Bauteile des Schöpfwerkes näher untersucht: Beton, Putz, Druckrohrleitungen, Schmutzwasserkanal, etc.. Das Ergebnis der Planungen zeigte, dass annähernd sämtliche Anlagenteile des Schöpfwerkes saniert, ausgetauscht oder neu gebaut werden müssten. Aufgrund des absehbaren umfangreichen Instandsetzungsaufwands wurde 2025 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob ein Ersatzneubau des Schöpfwerks eine technisch und wirtschaftlich bessere Lösung darstellen kann als eine Sanierung des Bestandes. Der NLWKN beabsichtigt auf Grundlage der bisherigen Planungen und der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus 2025 das bestehende Schöpfwerk durch einen zeitgemäßen Neubau, am Standort des bestehenden Schöpfwerks zu ersetzen. Der Schöpfwerksneubau soll die aktuellen Anforderungen beim Bemessungswasserstand, der Durchgängigkeit und dem fischfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb erfüllen. Zudem soll durch eine Erhöhung der Pumpenkapazität dem Klimawandel Rechnung getragen werden. Folgende Binnenwasserstände sind durch das Schöpfwerk sicherzustellen: - höchstzulässiger Binnenpeil: +7,80 mNHN - höchster Winterpeil +7,70 mNHN - höchster Sommerpeil +7,40 mNHN - tiefster Binnenpeil +7,20 mNHN Das Bemessungshochwasser liegt derzeit bei 10,60 m+NHN und die entsprechende Ausbauhöhe des Deiches unter Berücksichtigung eines Freibordes von 70 cm bei +11,30 mNHN. Die im folgenden aufgeführten Abflüsse sind durch die Pumpen des Schöpfwerkes abzuführen, sofern der Außenwasserstand über dem Binnenwasserstand liegt: - Höchster Hochwasserabfluss HHQ: 11,142 m³/s - Bemessungshochwasserabfluss: 11,30 m³/s - Bemessungshochwasserabfluss mit Berücksichtigung Klimaanpassungsfaktor: 13,715 m³/s - Sommermittelwasserabfluss SMQ: 2,076 m³/s Die Pumpen müssen auf geodätische Förderhöhen zwischen 0,00 m und 3,20 m ausgelegt werden. Diese Randbedingungen sind auch bei der Planung der Freiflut und der damit verbunden Fischaufstiegsanlage zur Sicherstellung der Binnenpeile und der Durchgängigkeit zu berücksichtigen. Das derzeitige Schöpfwerk Niendorf liegt in diversen naturschutzrechtlich geschützten Gebieten: - Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (Lage des technischen Bauwerkes innerhalb des Gebietsteiles A, unmittelbar angrenzend an den streng geschützten Gebietsteil C) - FFH-Gebiet "Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht" - EU-Vogelschutzgebiet "Niedersächsische Mittelelbe" (Lage des technischen Bauwerkes außerhalb des EU-Vogelschutzgebietes, jedoch unmittelbar an das EU-Vogelschutzgebiet angrenzend) - Kohärenzsicherungsmaßnahme für die Fischarten Bitterling und Steinbeißer im unmittelbaren Umfeld Die entsprechenden Schutzgebietsvorschriften sind bei der Planung zu berücksichtigen.

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