Deutschland – Dienstleistungen für Unternehmen: Recht, Marketing, Consulting, Einstellungen, Druck und Sicherheit – 81321585_Outreach, publicity, and communications for the EU-Navigator for Partner Countries
Beschreibung
Die Team Europe Initiative (TEI) "Nachhaltigkeit in globalen Wertschöpfungsketten" ist eine von der Europäischen Kommission (EC) mitfinanzierte Initiative, die Akteure in den Partnerländern der EU-Entwicklungszusammenarbeit – Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften und Arbeitnehmer sowie Multi-Stakeholder-Initiativen – dabei unterstützt, relevante Informationen zu den Anforderungen und Chancen der Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD) zu finden und zu nutzen. GIZ setzt die TEI im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Rahmen des Sektorprogramms "Unternehmerische und öffentliche Verantwortung für nachhaltige Lieferketten" um. Hintergrund und Ziel: Die CSDDD ist am 25. Juli 2024 in Kraft getreten und verpflichtet große EU-Unternehmen (mit mehr als 1.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 450 Millionen EUR) sowie Nicht-EU-Unternehmen mit erheblichen Aktivitäten auf dem EU-Markt (über 450 Millionen EUR Umsatz in der EU) dazu, Menschenrechtsstandards einzuhalten und umweltbezogene Sorgfaltspflichten entlang ihrer gesamten Wertschöpfungsketten zu erfüllen. Aufgrund der starken Außenwirkung dieser Richtlinie werden zahlreiche Akteure in den Partnerländern (Empfänger der EU-Entwicklungszusammenarbeit) betroffen sein – darunter Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Sozialpartner. Viele dieser Akteure sind entweder mit dem Konzept der unternehmerischen Sorgfaltspflicht nicht vertraut oder betrachten die CSDDD als Handelshemmnis. Darüber hinaus werden die potenziellen Vorteile der CSDDD – wie der verbesserte Zugang zu rechtlichen Abhilfemaßnahmen für Betroffene oder wettbewerbsfähige Vorteile für nachhaltige Unternehmen – oft nicht gut verstanden. Um sicherzustellen, dass die CSDDD entwicklungsorientiert und kooperativ umgesetzt wird, benötigen Unternehmen und ihre Partnerländer spezifische Unterstützung. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in diesen Ländern benötigen begleitende Maßnahmen, um die Umsetzung der CSDDD als Chance zu nutzen. Koordination durch die Team Europe Initiative Die EC und mehrere EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und Schweden) haben die TEI ins Leben gerufen, um die Koordination und Transparenz verschiedener bestehender EU-Unterstützungsmaßnahmen zu verbessern. Diese breite Palette von Förderinitiativen macht es den Akteuren in den Partnerländern oft schwer, geeignete Unterstützungsdienste zu finden. Durch die Bündelung der verfügbaren Unterstützung konsolidiert die TEI diese Maßnahmen und stellt eine effizientere Zusammenarbeit sicher. Hauptmaßnahme: EU-Helpdesk "Europäischer Due-Diligence-Navigator" Das Hauptziel der TEI ist es, den "EU Due-Diligence Navigator", einen EU-Helpdesk, einzurichten und zu betreiben. Der Navigator besteht aus: - einer Online-Plattform, die allgemeine Informationen zur CSDDD sowie verschiedene damit verbundene Unterstützungsmaßnahmen für die Zielgruppen (Schlüsselakteure in den Partnerländern) bereitstellt. - personalisierten Beratungsdiensten, die von einem spezialisierten Team von Beratern erbracht werden. Diese Maßnahme wird gemeinsam von der EC und dem BMZ finanziert und von der GIZ umgesetzt. Der Navigator hat das spezifische Ziel, die Akteure in den Partnerländern über die Anforderungen und Chancen der CSDDD zu informieren. Dies geschieht durch die Bereitstellung allgemeiner Informationen zur CSDDD und die Weiterleitung der Nutzer des Navigators an geeignete Unterstützungsangebote. Die Koordination erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Internationale Partnerschaften (DG INTPA) der Europäischen Kommission. Zusammenfassend fördert die TEI eine nachhaltige und gerechte Umsetzung der CSDDD in den Partnerländern. Durch die Bereitstellung koordinierter Informations- und Unterstützungsdienste zielt sie darauf ab, sicherzustellen, dass Unternehmen und andere Akteure die Anforderungen der CSDDD als Entwicklungschance nutzen können.
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