Deutschland – Dienstleistungen für Unternehmen: Recht, Marketing, Consulting, Einstellungen, Druck und Sicherheit – 10007989-Contract management to strengthen institutional and financial resilience of afro-feminist civil society organisations
Beschreibung
Viele afrikanische Länder machen greifbare Fortschritte in Bezug auf Geschlechtergleichstellung und soziale Partizipation. Dennoch bestehen tief verwurzelte Ungleichheiten, die in historischen Machtverhältnissen und aktuellen sozialen Strukturen verankert sind. Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Identität oder anderer Merkmale marginalisiert werden, sind besonders betroffen. Um nachhaltige Veränderungen zu erreichen, sind daher starke zivilgesellschaftliche Organisationen erforderlich, die sich für benachteiligte Gruppen einsetzen, Ungerechtigkeiten aufdecken und politische und soziale Prozesse inklusiver gestalten. Um diese Rolle effektiv auszufüllen, benötigen diese Akteure gezielte, bedarfsorientierte Unterstützung – organisatorisch, technisch und durch stärkere Netzwerke. Das Programm Gesellschaft. Gleichstellung. Afrika – Die Transformation (SEA-T) deckt diesen Bedarf. Sein Ziel ist es, lokale und regionale zivilgesellschaftliche Akteure in Afrika zu befähigen, soziale Gerechtigkeit und Partizipation messbar zu verbessern. Es konzentriert sich auf Organisationen, die in ihren Kontexten verankert sind, die Bedürfnisse der Gemeinschaft verstehen und praktische Lösungen vorantreiben. Der Ansatz kombiniert Unterstützung, Wissensgenerierung und Vernetzung, um Auswirkungen auf organisationaler, Netzwerk- und öffentlicher Diskursebene zu erzielen. Ein Kernelement ist die bedarfsorientierte Unterstützung. Zivilgesellschaftliche Organisationen erhalten maßgeschneiderte Hilfe, um ihre Ziele unabhängig und effektiv zu verfolgen. Dies umfasst die Stärkung der Management- und Advocacy-Kapazitäten, die Verbesserung interner Prozesse und Werkzeuge zur Ergebniskontrolle sowie die Aufrechterhaltung der Flexibilität, um auf dynamische Kontexte zu reagieren. Die Unterstützung folgt dem Prinzip der Eigenverantwortung: Lokale Perspektiven und Prioritäten geben die Richtung vor; Partnerschaften werden auf Augenhöhe gestaltet und basieren auf dem Engagement und der Expertise der Zivilgesellschaft. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Evidenz und Wissen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen entwickelt das Programm Studien, Analysen und Datensätze, die eine solide wissenschaftliche Grundlage für Advocacy bieten. Dies ermöglicht es den Akteuren, ihre Argumente in politischen Dialogen überzeugender vorzubringen – beispielsweise beim Schließen der Geschlechterdatenlücke, beim Vorantreiben der Inklusion oder beim Verbessern der Mechanismen für die Partizipation. Systematisch aufbereitete Evidenz stärkt auch die Legitimität der Forderungen der Zivilgesellschaft gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Entscheidungsträgern. Drittens fördert das Programm die Vernetzung. Organisationen werden dabei unterstützt, enger zusammenzuarbeiten, erprobte Ansätze auszutauschen und sie über Regionen hinweg zu skalieren. Peer-to-Peer-Lernen, thematische Communities of Practice und regionale Austauschformate erleichtern die Verbreitung bewährter Methoden – wie inklusive Programmgestaltung, partizipative Formate und evidenzbasierte Advocacy. Stärkere Zusammenarbeit schafft Allianzen, die lokale Erfahrungen in regionale Debatten einbringen und gemeinsame Positionen verstärken. In einem neu hinzugefügten Output prioritisiert das Programm die Stärkung der langfristigen strukturellen Resilienz der Zivilgesellschaft in Afrika in einem zunehmend restriktiven und regressiven bürgerlichen Raum. Viertens stärkt das Programm zivilgesellschaftliche Akteure, indem es institutionelle und finanzielle Resilienz durch einen Partizipativen Förderrat (PGC) aufbaut, in dem regionale feministische Vertreter und GIZ gemeinsam Prioritäten und Förderkriterien festlegen. Über den PGC werden Mittel und begleitende Maßnahmen an feministische Organisationen und Kollektive für Reserven, Kernfinanzierung, Einkommensdiversifizierung, organisatorische Entwicklung und nachhaltige finanzielle und Governance-Strukturen verteilt, wodurch Partner ihre Arbeit unter herausfordernden politischen und finanziellen Bedingungen fortsetzen können. Zusätzlich wird das Programm drei partizipative, regional entwickelte Modelle für nachhaltige afro-feministische Mobilisierung unterstützen, um die langfristige Koordination, gemeinsame politische Visionen und praktische Instrumente für kollektive Antworten auf Rückschläge, schrumpfenden bürgerlichen Raum und regressive Veränderungen zu verbessern. Der Fokus liegt auf Strategien für die organisatorische, finanzielle und politische Nachhaltigkeit von Bewegungen und Organisationen. Dazu gehören Maßnahmen zur Verstärkung der inneren Governance und Rechenschaftspflicht, inklusiver und wertebasierter Führung, Sicherheits- und Schutzmechanismen (einschließlich digitaler, rechtlicher und physischer Sicherheit) sowie kollektive Pflege- und Wohlfahrtspräktiken, die Burnout verhindern und Engagement aufrechterhalten. Dieser integrierte Ansatz aus bedarfsorientierter Stärkung, evidenzbasierter Advocacy, strategischer Vernetzung und Resilienzaufbau zielt darauf ab, die Handlungsfähigkeit der afrikanischen Zivilgesellschaft nachhaltig zu erhöhen.
CPV-Codes
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