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Deutschland – Bau von Flughafengebäuden – 2026-1005079_Flughafen München_Generalübernehmer Gepäcksortierhalle Terminal 1 auf Pos. 113

Flughafen München GmbHDeutschlandVeröffentlicht am 15. Sept. 2026
Keine Frist angegeben

Beschreibung

Im Rahmen des Programms T/EINS wird das Terminal 1 des Flughafens München schrittweise modernisiert, um einen sicheren und leistungsfähigen Betrieb bis mindestens 2050 sicherzustellen. Da die bestehende Gepäckförderanlage während der Sanierungsmaßnahmen nur eingeschränkt verfügbar sein wird, ist zur Aufrechterhaltung des Gepäckbetriebs eine zusätzliche Gepäckinfrastruktur erforderlich. Zu diesem Zweck wird auf der Vorfeldposition 113 eine neue Gepäcksortierhalle (GSH-113) errichtet. Die Halle ergänzt die bestehende Gepäcklogistik des Terminal 1 und wird direkt an die bestehende Gepäckförderanlage angebunden. Sie übernimmt zentrale Funktionen der Gepäckabfertigung wie Sortierung, Sicherheitskontrollen, manuelle Nachbearbeitung, Zollkontrollen sowie die Wiedereinschleusung von Gepäck in den laufenden Förderprozess. Gebäudekonzept Die Gepäcksortierhalle wird als eingeschossiger Betriebsbau mit zusätzlicher Stahlzwischenebene für Fördertechnik und technische Anlagen ausgeführt. Das Gebäude verfügt über eine funktionale Gebäudehülle mit Sandwichfassade und Flachdach. Der gesamte Bruttoflächenbedarf einschließlich Technik- und Nebenflächen inkl. Gitterrostebene beträgt rund 6.000 m². Die Gebäudehöhe liegt bei etwa 9 m und kann durch technische Aufbauten lokal bis zu 12 m erreichen. Betrieb und Kapazität: Die Anlage ist für eine Sortierleistung von bis zu 2.500 Gepäckstücken pro Stunde ausgelegt und schafft die notwendige Kapazität zur Sicherstellung des Gepäckbetriebs während der Generalsanierung von Terminal 1. Neben Sortier- und Kontrollbereichen sind Flächen für Betrieb, Personal, Lagerung und Technik vorgesehen. Projektorganisation und Vergabe: Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme ist eine Aufteilung in mehrere Vergabeeinheiten vorgesehen. Geplant ist die Beauftragung eines Generalübernehmers für die Planung & Errichtung der Gepäcksortierhalle inkl. Gitterrosteben, eines Generalunternehmers für die Lieferung und Errichtung der Gepäckförderanlage sowie eines gesonderten Auftragnehmers für die Anbindung der Halle an den Bestand (Brückenbauwerk). Dadurch sollen die jeweiligen Fachgewerke effizient umgesetzt und die Schnittstellen zwischen Bauwerk und Gepäckfördertechnik gezielt gesteuert werden. Standort und Rahmenbedingungen Die Gepäcksortierhalle wird auf einer freien Vorfeldfläche im sicherheitskritischen Bereich des Flughafens München errichtet. Im Baufeld befinden sich bestehende Infrastrukturtrassen, darunter Flugbetriebsstoffleitungen, Entwässerungsanlagen sowie Strom- und IT-Leitungen. Zudem besteht eine unmittelbare räumliche Nähe zu den bestehenden Gebäuden des Terminal 1 und der Halle C-West. Schnittstellen Das Projekt weist technische und betriebliche Schnittstellen zu den bestehenden Gebäuden, den Ver- und Entsorgungsanlagen sowie zur Generalsanierung des Terminal 1 auf. Darüber hinaus ist südöstlich der Gepäcksortierhalle ein Ladepunkt für Vorfeldgeräte vorgesehen. Synergien bei der elektrischen Versorgung werden im Rahmen der Planung geprüft. Energieversorgung und Nachhaltigkeit Die Halle wird als vollwertiger Betriebsbau mit eigenständiger technischer Versorgung ausgeführt. Die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz werden erfüllt. Eine Nutzung ist mindestens bis zum Abschluss der Sanierung des Terminal 1 vorgesehen (mind. 12 Jahre); darüber hinausgehende Nutzungszeiten werden im weiteren Projektverlauf geprüft Besondere Rahmenbedingungen Der Neubau erfolgt im sicherheitskritischen Vorfeldbereich des Flughafens München bei laufendem Flugbetrieb. Die Planung und Ausführung müssen die Anforderungen des Flughafenbetriebs, der Luftsicherheit sowie die Aufrechterhaltung der angrenzenden Betriebsabläufe berücksichtigen. Bau- und Logistikprozesse unterliegen besonderen Sicherheits-, Zugangs- und Genehmigungsanforderungen. Bestehende Versorgungsleitungen im Baufeld sind während der Bauausführung zu berücksichtigen und in den Betriebskonzepten entsprechend einzubinden. Termine Für die Planung und Realisierung der Maßnahme werden folgende projektrelevante Meilensteine vorgegeben:-Durchführung der Planungsleistungen der Leistungsphasen 3 bis 5: voraussichtlich Q2/2027 bis Q4/2027 -Baubeginn: voraussichtlich Q1/2028 -Baufertigstellung einschließlich vollständiger Inbetriebnahme der technischen Gebäudeausrüstung: spätestens Q2/2029 Die vorgenannten Termine stellen die derzeitige Projektzielplanung des Auftraggebers dar und sind vom Auftragnehmer bei seiner Termin- und Ressourcenplanung zu berücksichtigen. Der Auftragnehmer hat seine Planungs-, Genehmigungs-, Beschaffungs- und Ausführungsprozesse so zu organisieren, dass die Einhaltung der vorgegebenen Meilensteine sichergestellt wird. Hierzu ist ein durchgängiges Terminmanagement einschließlich regelmäßiger Fortschrittskontrolle und Berichterstattung vorzusehen. Gesamtziel Mit der GSH-113 entsteht eine leistungsfähige und betrieblich integrierte Erweiterung der Gepäcklogistik des Terminal 1. Sie gewährleistet die Aufrechterhaltung der Gepäckabfertigung während der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen und unterstützt einen sicheren und wirtschaftlichen Flughafenbetrieb.

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